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Gedenkdemo für Jorge Gomondai Posted Apr 07, 2005 - 10:14 AM Am 06.04.1991 wurde der mosambikanische Stundent, Jorge Gomondai von Dresdner Nazis ermordet. Brutal warfen sie ihr Opfer aus einer Straßenbahn. Neun Jahre später erklärte der damalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf "die Sachsen sind immun gegen rechtes Gedankengut". In der Sächsischen Zeitung vom 28.09.2000 behauptet er gar, in Sachsen sei noch kein Mensch umgekommen und Häuser hätten auch nicht gebrannt. Dies ist nicht einfach falsch, sondern schlichtweg gelogen und euine Verhöhnung der Opfer. Doch woher soll auch eine derartige Einsicht kommen, ist doch die CDU mitverantwortlich für die Etablierung der NPD und die Beförderung von Rassismus. Innerhalb der Partei gibt es nicht nur Schnittpunkte um Umgang mit "Nichdeutschen" sondern klare Unterstützung der Arbeit der NPD. Im Sächsischen Landtag können sich die Nazis der NPD ständig über mindestens zwei Stimmen aus den Reihen der CDU freuen. Doch auch auf lokaler Ebene, zum Beispiel in der Sächsischen Schweiz gibt es einen ungewöhnlich herzlichen Umgang mit der extremen Rechten. Landrat Michael Geisler war in der Vergangenheit immer wieder mit Verständnis für die Taten der lokalen Naziszene aufgefallen. Die Mitglieder der SSS (Skinheads Sächsische Schweiz) nennt er gern väterlich "die Jungs". "Die Jungs schlagen mal über die Strenge", "die Jungs haben beim Hochwasser geholfen" oder "die Jungs sind noch aktiv". In einer Beratung mit VertreterInnen von Initiativen und Organisationen zum Thema "Umgang mit Extremismus" im Pirnaer Berufsschulzentrum, wird er konkreter "ich bin doch auch Mitte-Rechts" (siehe Bericht). Mit dieser Aussage wandte er sich an die anwesenden ZuschauerInnen, die zum großen Teil aus NPD-Funktionären und SSS-Schlägern bestand. Schon zuvor hatte er gegen eine antifaschistische Demonstration in Pirna (27.11.04) unter dem Motto "Schöner leben - ohne Naziläden" mobil gemacht. Die Linken seien das eigentliche Problem, weiß er zu berichten. Rückendeckung erhielt er dabei vom Pirnaer Oberbürgermeister Markus Ulbig, ebenfalls CDU. Dieser klapperte in Pirna sämtliche Geschäfte ab, um den Besitzern linke Gefahr näher zu bringen. Er empfahl den Bäckereien, Gemüseläden und allen anderen, ihr Geschäft lieber geschlossen zu halten. Gemeisam mit Landrat und Ordnungsamt verhinderten sie dann auch die Demonstration. Währenddessen sie ihre Abneigung gegen Antifaschismus zelebrierten, liefen die NAzis der NPD, der Jungen LAndsmannschaft Ostpreussen und der verbotenen SSS auf. Um dann gemeinsam mit den pirnaer BürgerInnen auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein zu schlürfen. Davor durfte noch der Landtagsabgeordnete Klaus Menzel in gewohnter NS-Verherrlichung vom Leder ziehen. Aber all dies machte den CDU Lokalgrößen der Sächsischen Schweiz weniger zu schaffen, als eine Antifademo, die sich gegen den Alltagsrassismus, die Strukturen der extremen Rechten und den Nazisladen "Eagle", sowie einige Versände und Fanzines richtete. Antifaschistische Bestrebungen sehen sich in Sachsen nach wie vor, auch nach dem Einzug der NPD in den Sächsischen Landtag mit dem Rücken zur Wand stehend. Jorge Gomondai Er wollte in Dresden studieren und wurde Opfer der Nazis. Er wurde 1962 in Mosambik geboren und 1991 in Dresden, dem Sitz des Sächsischen Landesparlamentes ermordet. Er ist einer von etwa 150 Opfern neofaschistischer Gewalt der vergangenen Jahre. Er wird nicht das letzte Opfer sein, denn nach wie vor werden neonazistische Entwicklungen akzeptiert und ignoriert. Nach wie vor wird antirassistischer Widerstand kriminalisiert. Nazis bekämpfen - auf allen Ebenen, mit allen Mitteln GEGENGEWALT GEGEN RASSISMUS Bilder von der Demo:
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