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NPD-Wahlkampf in Pirna | "Sachsenstimme" als Beilage in der "Pirnaer Rundschau"
Posted Sep 30, 2004 - 12:00 AM


Am 07.09.2004 begann in Pirna die zweite Runde der NPD Werbeoffensive. So wurde am Vormittag die Wohnung von Mirko Liebscher (NPD-Kader und Landtagskandidat 1999) zur Wahlkampfzentrale umfunktioniert. Mehrere Helfer beklebten Pappen mit den Plakaten der Nazipartei. Am späten Abend setzen sich dann Teams mit Autos in Bewegung. So fuhren Ronny Höfer und Thomas Luger, im Auto von Luger, einem schwarzen Ford Escord (PIR-EU 8) im Bereich Graupa und Copitz, sowie Innenstadt und Südvorstadt umher. Ein Kleintransporter, eine weißer Renault Traffic (PIR-ZH 46) klebte entlang der B172 in Richtung Heidenau und ebenfalls in der Innenstadt, sowie in Zehista.

 

 geknickt wirkt die NPD-Werbung auf B172  in Pirna
 
 Wohnung von Pierre Wustmann auf der Gartenstraße 11 in Pirna
Die Besatzung dieses Autos, Ronny Schröder und eine weitere männliche Person überklebten dabei auch die Pappen anderer Parteien und Veranstaltungsankündigungen. Daraufhin wurden sie am "Möbel Bastian" von Team Green gestoppt und geprüft. Worauf sie sich entschlossen in Pirna an der Goethe-Mittelschule noch die Litfaßsäule und ein Haus im Kreisverkehr am Dohnaischen Platz zu bekleben. Danach stellten sie ihr Auto im Gelände des "Klieber Schlüsseldienst" (Seminarstraße,gegenüber Rainer-Fetscher-Gymnasium) ab und liefen zur Wahlkampfzentrale zurück. Wenig später, gegen 1:00 Uhr verliesen sie Liebschers Wohnung. Schröder musste die 500 m bis nach Hause in die Rosenstraße 1 allein laufen. Luger fuhr mit Höfer und dem Fahrer des Kleinbuses an die SB-Tankstelle in Pirna um sich auf Grund ihres "Tagewerkes" zu besaufen. Was sie zu dem Zeitpunkt nicht wissen konnten - wärend dem Gelage an der Tankstelle, hatten die meisten Plakate schon gar keine Lust mehr für die NPD Werbemittel zu sein und verschwanden ganz heimlich. Einige waren dabei auch ganz geknickt ...

Ebenfalls gehangen wurde in Reinhardtsdorf-Schöna. Dort plakatierten Tino Karsch, Marco Ehrlich und vermutlich Heiko Ofenhammer. Sie benutzten einen schwarzen VW Passat.

Nun sind in Pirna kaum noch Plakate der Nazipartei NPD übrig. Nur der umtriebige Nazi Pierre Wustmann lässt noch vier Stück von seinem Balkon baumeln (Gartenstraße 11). Pierre Wustmann, konsequenter Thor Steinar-Jacken Träger ist Herausgeber des "Stahlhelm", einem schlechtgemachten Nazi-Fanzine aus der Sächsischen Schweiz.

Am 08.09.2004 konnten sich dann die Anwohner der Pirnaer Innenstadt über erneute Werbung der Nazipartei NPD ärgern. Mit dem kostenlosen Stadtblatt "Pirnaer Rundschau" wurde das Sachsenorgan der NPD "Sachsenstimme" an sämtliche Haushalte verteilt. Darin findet mensch die Landesliste der NPD und auf Platz drei und acht bekannte Gesichter aus der Sächsischen Schweiz. Auf Platz drei der Landesliste der NPD steht Dr. Johannes Müller (Kreisrat, Stadtrat in Sebnitz, Kreisvorsitzender der NPD und Mitglied NPD Landesvorstand), sowie Uwe Leichsenring (Kreisrat, Stadtrat in Königstein, Kreisgeschäftsführer der NPD und Mitglied des NPD Bundesvorstand). Ein weiteres Indiz für die Wichtigkeit der NPD Sächsische Schweiz im Landesverband der Nazipartei. Darüber hinaus ist das NPD-Hetzblatt vollgekracht mit rassistischen und neonazistischen Auswürfen.

     
Marko Ehrlich  Pierre Wustmann  links: Martin Schaffrathrechts: Tino Karsch


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