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Landrat Michael Geisler deckt riesige Verschwörung auf
Posted Nov 25, 2004 - 03:40 PM


In der zweiten Novemberwoche hatte Michael Geisler allen Initiativen gegen "Extremismus", Schulen und Jugendclubs eine Einladung für den 23.November in die Aula der Berufsschule Pirna-Copitz zugesandt. Stattfinden sollte eine Veranstaltung unter dem sinnigen Motto: "Den Extremisten im Landkreis Sächsische Schweiz keine Chance geben".

Schon im Einladungstext wurde schnell klar um was es Geisler gehen sollte. So hies es wörtlich: "In den letzten Monaten wurde registriert, dass nunmehr auch Linksextreme, namentlich die Antifa und die Autonomen durch politische Strippenzieher organisiert, den Kreis als Aktionsraum erschlossen haben." Das dies nicht nur ein "verbaler Ausrutscher" ist, wurde im Verlaufe der Veranstaltung sehr schnell klar. Geisler definierte seine Position als "mitte-rechts"! Was das genau bedeutet, kann mensch in dem Zusammenhang nur erahnen. Die tosende Applaus der CDU Fraktion im Kreistag am 22.11.2004 als die NPD die PDS zur Rücknahme der Demonstartion aufforderte rundet das Bild nur ab. Klar wird, dass Landrat Michael Geisler weder Willens, noch in der Lage ist das Problem mit "den Jungs" (Interview Deutschlandradio) anzugehen. Im Gegenteil, wer derart freundschaftlich mit vorbestraften Neonazis und NPD-Abgeordneten verkehrt, sollte überlegen, ob er im Amt eines Landrat richtig aufgehoben ist. Als Person, welche im öffentlichen Leben steht, werden seine Positionen von vielen Menschen ernst genommen und das ist sehr bedenklich. Doch zurück zur Veranstaltung...
 
Die Veranstaltung selbst verlief wie so manch andere Veranstaltung in der Sächsischen Schweiz. Zunächst erst einmal friedlich, denn die anwesenden Nazis (großteils aus dem Umfeld der SSS), sie machten ca. die Hälfte der 80 Zuhörerinnen aus, wollten ja mitdiskutieren und da stören Zwischenrufe nun einmal. Und so kam es wie es kommen mußte. Patzelt, immerhin Professor an der Techn. Universität Dresden, erklärte den Anwesenden ersteinmal, dass es einer rechten Opposition bedarf und "Rechtsextremismus" schon so etwas wie OK sei, solange "er" nicht gewalttätig wäre. Damit gab er Uwe Leichsenring und den anderen anwesenden Nazis (u.a. Thomas Sattelberg, Thomas Rackow [beide SSS], "Traktorfahrer" Klaus-Jürgen Menzel] die Stichworte für die anschließend beginnende Diskussionsrunde. Schnell kam die Diskussionsrunde auf die Demo am 27.11.2004 in Pirna zu sprechen und Leichsenring konnte versichern, dass er dafür sorgen würde, die Nazidemo abzusagen, wenn die Antifademo abgesagt würde. Das brachte Leichsenring viel Lob, vor allem vom Landrat Geisler, ein. In der weiteren Diskussion konnte sich Sattelberg (Multifunktionär Wiking Jugend/NPD/SSS) als ein Opfer der Justiz darstellen.
 
Als Fazit der Veranstaltung bleibt: Nichts hat sich geändert. Es bleibt so wie es ist in der Sächsischen Schweiz. Mit Nazis muß geredet werden und es war schön, dass es dieses Mal wieder geklappt hat.


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